Basis malen und zeichnen Was zeichnet eine gute Zeichnung aus?

Was zeichnet eine gute Zeichnung aus?

2017-07-20
Was zeichnet eine gute Zeichnung aus?

Nachdem ich einige Male nur über wandern und skizzieren geschrieben habe, werfe ich im folgenden Blogbeitrag die Frage auf: Was ist eigentlich eine gute Zeichnung?

 

mit Ruhe vor Ort

Vorab, ich bleibe selbstkritisch und beobachte. Masse mir nicht an andere Zeichnungen zu verurteilen, heisst aber nicht sie kritisch zu sehen. Oft bin ich mit meiner Zeichnung unzufrieden. Andere finden sie toll. Ich lasse das so stehen. Nur nach welchen Kriterien kann ich beurteilen, ob eine Zeichnung gut ist oder nicht? Für mich gilt: eine gute Zeichnung lebt von der Eigenständigkeit der Linie. Aber was heisst das und brauche ich Erfahrung um eine Zeichnung zu beurteilen und die Qualitäten zu erkennen? Muss ich das Handwerk beherrschen um es zu beurteilen? Aus meiner Sicht gibt es keine Kriterien dafür gibt.

im Zug, meine Wahrnehmung

Eine Zeichnung kann unter drei Gesichtspunkten betrachtet werden: Erstens die handwerke Arbeit, zweitens die Bildidee und Aussage sowie drittens der künstlerische Wert. Die handwerkliche Arbeit ist objektiv erkennbar: Je eindeutiger und klarer die Linien gesetzt sind, um so höher erscheint die Qualität. Wackelige sowie radierte Linien sehen meist wie Fehler aus. Dies ist natürlich sehr subjektiv da nicht jeder eine ruhige Hand hat … wie zum Beispiel ich selber. Bei realistischen Zeichnungen kommt die Übung und Erfahrung zum tragen, um eine Erkennbarkeit ohne große Korrekturen zu erreichen.

 

Menschen beobachten

Bildidee und Aussage bezieht sich auf das Motiv. Hat die Zeichnung den Anspruch, was über die Gegenständlichkeit hinaus eine Aussage zu beinhalten, so wird dies schwieriger zu beurteilen. Hier trägt sehr starkt das subjektive Empfinden und die eigene Wahrnehmung oder gar Vorlieben und Prägungen des Betrachters.

 



Die künstlerische, somit auch die subjektive Qualität der Zeichnung scheint zunächst am schwierigsten. Bei näherer Betrachtung jedoch gar nicht so schwierig. Im Unterschied zu den ersteren Kriterien, ist die Bewertung des künstlerischen Werkes immer auf vernetzten Informationen basierend. Welche anderen Bilder hat der Autor gezeichnet? Welche Informationen gibt es dazu? Wie werten andere diese Zeichnungen? Mit diesen Informationen kann dann jeder Betrachter eine eigene Meinung über das Werk bilden. Diese Beurteilung beeinflusst wiederum andere bei ihrer Beurteilung.

 

Die Beurteilung des zeichnerischen Werkes ist also ein währender Prozess, der durch zahlreiche Positionen geprägt wird. Für den Zeichner heisst dies …. Tun und nicht darüber nachdenken, wie andere das wohl bveurteilen. Durch Übung wird man im Laufe der Zeit sowieso «besser», sicherlich kritscher. Wir lernen zeichnen in dem wir zeichnen. Werke nicht wegwerfen, denn die erstellten Werke zeigen den Weg und wir können uns reflektieren. Für mich gibt es keinen falschen Strich.

Als Anhang ein kleine Film des BR über Käthe Kohlwitz,
https://youtu.be/xFoLQ–_aC8

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