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malen und zeichnen

    Diese unsichtbaren Biester sind mittlerweile überall. Zwar war der Ort den ich aufsuchte nicht von Menschen frequentiert und zählt auch nicht zu den Hotspots dieses Planeten. Doch wollte ich wieder mal an meiner mir seit der Kindheit bekannten Stelle Zeichen.

    Am Lauftenbach, der tief in einem Wald Tobel dahinplätschert. Der fünf Kilometer lange Bach entspringt am Tannenberg und mündet bei der Tobelmühle in die Sitter. Es ist nicht einfach da hinzukommen. Da muss man sich zuerst durch das Unterholz kämpfen. In meiner ersten Schulzeit war das oft die längere Abkürzung nach Hause. Geschweige von den schmutzigen Kleidern, litten auch die Schulsachen. An Zeckenbisse mag ich mich nicht erinnern. Eine Einzige hat mir meine Mutter in meinen Kinderjahren entfernt. Im Wald war ich fast jeden Tag und das Unterholz, das Gras und Gestrüpp habe ich nicht gemieden, denn da gab es ja interessante Sachen zu beobachten. Das ist jedoch viele Jahre her, bestimmt über fünfzig. Das Wald Tobel hat sich nicht wirklich verändert. Ein Ort an dem die Welt ein wenig stehen geblieben ist. Vielleich mag ich darum solche Orte. Meine Neugier an der Natur ist auch geblieben.

    Zurück in die Gegenwart. Ich kämpfe mich durch das Unterholz, klettere hinab zum Bach und verweile ein Zeit. Die Vegetation ist vielfältig. Hier könnte ich lange verweilen, beobachten und zeichnen. Wenn doch diese Zecken nicht wären. Ich nehme es vorweg. Zuhause konnte ich fünf Bisse zählen. Eine unter dem Band der Armbanduhr konnte ich relativ einfach entfernen. die andern vier haben es glücklicherweisenicht bis nach Hause geschafft. Die Bisse waren an der Seite über dem Hosenbund, unter der Uhr und an der Innenseite des Oberarms. Fahrlässig war sicherlich ein Kurzarm-Shirt zu tragen und dass ich kein Zeckenmittel verwendet habe.

    Die milden Winter der letzten Jahre hat sicherlich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Population der Zecken extrem ansteigen lassen. Bei über 8 Grad werden sie aktiv. Die gesamte Schweiz gilt als Risikogebiet. Zwischen 30 bis 50 Prozent der Parasiten tragen Borrelien in sich. Für mich war vor ein paar Jahren eine Impfung sinnvoll. Die schützt zwar nicht  vor  Borreliose jedoch ist sie ein Schutz gegen die Übertragung der gefährliche Meninigitis (Hirnhautentzündung). Die Klimaerwärmung scheint den Lebenwesen zu gefallen. Als Mensch kann ich der Existenz von Zecken keine Sinnhaftigkeit abgewinnen. Wobei wir bei der Frage vom Sinn des Lebens wären. Da habe ich wohl den Bogen ein wenig weit gespannt.

    Die Erfahrung zeigt mir, dass ich für solche Vorhaben mich prophylaktisch mit Anti-Zeckenmittel ausrüsten muss.

     

    Informationen:
    Nr. 56 Lauftenbachtobel mit ?hningerschichten und Fossilfundstellen.pdf (tg.ch)
    Zeckenverbreitung Karten der Schweiz – Schweizerische Eidgenossenschaft – map.geo.admin.ch

    2024-05-23 0 Kommentar
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