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Basis malen und zeichnen Poetenfest Erlangen

Poetenfest Erlangen

2011-08-30

Das Poetenfest in Erlangen ist der inoffizielle Auftakt zum Bücherherbst. Viele Lesungen standen in diesem Jahr im Zeichen von Revolution, Klimawandel und der Selbstentmachtung der Politik.

Autorenporträt Friedrich Christian Delius im Gespräch mit Wilfried F. Schoeller

Zsuzsa Bank liest aus Ihrem Buch «Die hellen Tage»
Zirkuskinder, endlose Sommer, nackte Füße im hohen Gras: Die Frankfurter Schriftstellerin Zsuzsa Bánk balanciert in ihrem neuen Romanwagemutig und mit großem Erzähl-Atem über die Abgründe des Kitsches hinweg.

Herrlich am Sonntag Nachmittag im Park. Ganz besonders hat mir die Lesung von Alissa Walser «Immer ich» und Michael Kumpfermüller «Die Herrlichkeit des Lebens» gefallen.

Die Herrlichkeit des Lebens
Überlebensgroß ist der Mythos Franz Kafka, dessen Nachruhm als Schriftsteller scheinbar mit einem weithin unglücklichen Leben erkauft wurde. Doch nun wirft Michael Kumpfmüller ein helles, fast heiteres Licht auf den berühmten Dichter und zeichnet liebevoll und diskret einen Menschen, der in seinem letzten Jahr die große Liebe findet und sein Leben in die Hand nimmt, bevor es dafür zu spät ist. Im Sommer 1923 lernt der tuberkulosekranke Franz Kafka, als Dichter nur Eingeweihten bekannt, in einem Ostseebad die 25-jährige Köchin Dora Diamant kennen. Und innerhalb weniger Wochen tut er, was er nicht für möglich gehalten hat: Er entscheidet sich für das Zusammenleben mit einer Frau, teilt Tisch und Bett mit Dora. In Berlin wagt er mit ihr das gemeinsame Leben, mitten in der Hyperinflation der Weimarer Republik. Den täglich kletternden Preisen, den wechselnden Untermietquartieren, den argwöhnischen Eltern zum Trotz: Bis zu seinem Tod im Juni 1924 werden sich Franz Kafka und Dora Diamant, von wenigen Tagen abgesehen, nicht mehr trennen. Aus dieser wahren Geschichte macht Michael Kumpfmüller einen feinsinnigen, behutsamen und kenntnisreichen Liebesroman. Kafkas Tagebücher, seine Briefe und letzten Texte kennt er genau und webt sie zart in die Erzählung ein. Aber ebenso sehr widmet er sich Doras Sicht, dem Blick der verliebten jungen Frau auf ihren rätselhaften, sterbenden Mann. Und so gelingt Kumpfmüller eine tief anrührende Parabel über das Leben und die Liebe, das Schreiben und den Tod.

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