Wir alle zeichnen zufrieden und selbstverständlich von frühester Kindheit an. Erst wenn uns bewusst wird, wie andere unsere Zeichnungen beurteilen könnten, beginnen wir, an unserem Talent zu zweifeln oder unsere Bilder zu streng zu kritisieren. Viele geben dann auf.
Viele Menschen glauben, dass Zeichnen mit Begabung zu tun hat. Wer zeichnen möchte, muss sich zuerst einmal dafür interessieren. Wer Freude an den Zeichnungen anderer hat, die vielen Möglichkeiten spannend findet, mit Zeichenmaterialien umgehen mag oder es einfach einmal probieren möchte, ist auf dem richtigen Weg. Schlicht gesagt besteht eine Zeichnung aus Strichen auf einem Untergrung. Woraus die Striche sind hat keine Relevanz.
Jetzt ist Oktober und das mittlerweile bekannte Inktober hat sich auf der ganzen Welt zu einer Zeichen-Challenge entwickelt.Dieser Jahr habe ich mich dagegen entschieden um dem Kern des Gedanken zu folgen, zeichnen aus der Freude ohne ein Ziel. Ich hatte gerade eine Menge von kleinen Quadraten im Format von 77 mal 77 Milimeter geschnitten. Vielleicht gibt es daraus etwas. war mein Gedanke. Ende September habe ich begonnen, das was ich am liebsten tue – einfach das zu zeichen was ich gerade sehe, was mich gerade beigeistert in dem Moment, in dem ich den Zeichenstift oder den Pinsel in der Hand halte.
Das kleine Format fordert mich besonders. Ein Versuch grosszügig zu arbeiten bleibt beim Versuch. Das Kleine, an dem man oft achtlos vorbeigeht, faszinierend mich so finde und treibt mich an. Die Natur begeistert mich und ist ein riesiger Fundus an Ideen.
Meine Zeichnungen sollen auch Mut machen, bewusst Ideen auszuprobieren. Zeichnen ist einfach und man braucht dafür nicht viel. Mir hilft es, sich auf kleine Dinge zu konzentrieren. Für mich ist zeichnen einfach Entspannung. Es muss kein Ziel verfolgen, es kann.














